8. Dezember 2021

Was ist oxidativer Stress und was kannst du dagegen tun?

Oxidativer Stress macht krank

Kannst du dir vorstellen, dass dein Körper aus Abermilliarden kleinster Untereinheiten – Zellen – besteht, die nicht nur miteinander kommunizieren können, sondern auch jede Einzelne ihre eigenen Aufgaben vollbringt? Der menschliche Körper ist während eines Lebens Unmengen an Schadstoffen ausgesetzt, jedoch in unterschiedlichem Ausmass.

Doch wie beeinflussen diese unsichtbaren Angreifer deinen Organismus oder sogar deine Zellaktivitäten? Was lässt dich lang leben und gesund bleiben? Gibt es ein Rezept dafür? Nachfolgend wirst du es erfahren.

Welche Rolle spielen freie Radikale und Antioxidantien?

Du hast sicher bereits etwas von freien Radikalen und der Wichtigkeit von Antioxidantien gehört oder gelesen. Es handelt sich bei freien Radikalen um Sauerstoffverbindungen, welche besonders reaktionsfreudig sind.

Sie sind Zwischenprodukte Ihres Stoffwechsels und entreissen anderen Atomen oder Molekülen deren Elektronen, verbinden sich dann mit Ihnen und bilden neue Radikale.

Interessant ist, dass diese bereits beispielsweise durch das Atmen oder anderen körpereigenen Reaktionen entstehen. Sie sind also ein wichtiger Bestandteil verschiedenster komplexer Vorgänge in Ihrem Körper. Allerdings gibt es auch zusätzliche Radikale, die stetig auf Ihren Körper wirken.

Diese sogenannten Pro-Oxidantien entstehen unter anderem durch:

  • Übermässigen Stress
  • Intensive Sportaktivitäten
  • Umweltgifte
  • UV-Strahlen
  • Rauchen
  • Zu hohem Alkoholkonsum
  • Einnahme von Medikamenten
  • Einseitige und nährstoffarme Ernährungsweise
  • Pestizidrückstände in der Nahrung
  • Elektrosmog
  • Psychische Belastungssituationen

Das hört sich jetzt radikal für dich an? Das ist es auch.

Doch der menschliche Körper kann mit Hilfe von sogenannten Antioxidantien, welche man als Gegenspieler der freien Radikalen ansehen kann, einen Schutzmechanismus erzeugen.

Antioxidantien spielen sowohl bei der Immunabwehr als auch bei der Entgiftung eine sehr wichtige Rolle.

Diese Mikronährstoffe sind unter anderem

Vitamin B12, Vitamin C, Vitamin E, Provitamin A, Selen und Zink, sowohl auch Traubenkernextrakt und Astaxanthin.

Doch was passiert, wenn es zu viele freie Radikale gibt und der Körper auf zu wenig Antioxidantien zurückgreifen kann, um sich zur Wehr zu setzen?

Sämtliche Funktionen Ihres Organismus stehen in engem Zusammenspiel zueinander.

Oxidativer Stress resultiert aus Psychischen Belastungssituationen

Es gilt für dich dieses Gleichgewicht aufrechtzuerhalten. Stell dir vor, dass du dich über längere Zeit ausschliesslich von konservierten Nahrungsmitteln ernährst. Dein Chef zitiert dich zum wiederholten Mal in sein Büro und bemängelt deine Arbeiten. Am Abend genehmigst du dir für gewöhnlich ein paar Gläser Wein und eine gute Zigarre.

Dein Organismus wird bei einem solchen Lebensstil überschwemmt von freien Radikalen und ein pathologisches Ungleichgewicht entsteht:

Oxidativer Stress

Oxidativer Stress ist somit das Missverhältnis zwischen Bildung und Abbau freier Radikale.

Dein Stoffwechsel befindet sich nun in einem Zustand, in dem vermehrt reaktive Sauerstoffverbindungen vorhanden sind und damit die abbauenden Kapizitäten deines Organismus übersteigt. Dieser Überschuss an Oxidantien kann in deinen Körperzellen zu irreversiblen Schäden führen.

Sie greifen körpereigene Proteine, zellulare Strukturen oder auch die Erbsubstanz an. Der Alterungsprozess wird beschleunigt und du wirst sehr empfänglich für Krankheiten, wie beispielsweise Alzheimer, Krebs oder Herz- Kreislaufstörungen.

In jeder Ihrer Zellen finden täglich tausende solcher Angriffe durch freie Radikale statt.

Sobald dein körpereigener Verteidigungsmechanismus diese Angriffe nicht mehr abwehren kann werden Schäden entstehen, die irreversibel sind.

Deine Zellen leiden unter oxidativem Stress. Jedoch sind freie Radikale auch wichtig. Denn auch sie haben ihre Rolle bei der Abwehr von Viren und Bakterien.

Wasserstoffperoxid 3% zum Desinfizieren von Haut und Schleimhaut ist auch ein solches Radikal und dennoch hilft es.

Was kannst du tun um oxidativen Stress zu vermeiden?

Sicher ist eins: Vermeide Alltagsstress, bewege dich ausreichend an der frischen Luft, rauchen nicht und trinke, wenn überhaupt, nur kleine Mengen Alkohol. Verzichte weitgehend auf Zucker und bereits verarbeitete Lebensmittel.

Das ruhige Landleben solltest du einem hektischen Stadtalltag vorziehen.

Körpereigene Antioxidantien

In deinem Körper haben vor allem Substanzen, wie Cholesterin und Harnsäure die stärksten antioxididen Wirkungen. Körpereigene essenzielle Enzyme übernehmen einen Grossteil der Abwehr von freien Radikalen.

Es gibt jedoch auch weiteren Stoffe, wie beispielsweise das Coenzym Q10, welches deinen Körper zu schützen vermag.

Antioxidantien aus der Nahrung aufnehmen

Von Mineralien, Spurenelementen, Vitaminen, sekundäre Pflanzenstoffen sowie essentiellen Fett- und Aminosären hast du sicher bereits einmal gehört oder gelesen.


Doch wo genau kannst du diese finden?

In der Nahrung, die du täglich zu dir nimmst!

Du findest diese fleissigen Helfer unter anderem in:

  • Vitamin C in Zitrusfrüchten, Kiwis, Sanddorn, Paprika, Äpfeln
  • Kaffee und grünem Tee
  • Nüssen und Hülsenfrüchten
  • Vollkornprodukten
  • Fisch
  • Hochwertigen Ölen
  • Wildfleisch

Nahrungsergänzungsmittel

Du kannst deinem Körper die lebensnotwendigen Antioxidantien auch durch Nahrungsergänzungsmittel zuführen. Folgende Beispiele die unterstützend wirken:

  • OPC
  • Weizengras
  • Spirulina
  • Chlorella
  • Astaxanthin

Was hast du soeben erfahren?

Dein Stoffwechsel wird durch verschiedenste Mechanismen gesteuert.

Existenziell ist das Zusammenspiel zwischen freien Radikalen, zellzerstörende Stoffe, die dir überall in deinem Alltag begegnen und Antioxidantien, die Beschützer von Gesundheit, Wachstum und Wohlbefinden.

Deine Aufgabe ist es mithilfe eines, auf deinen abgestimmten Lebensstils eine Balance zu finden und zu verhindern, dass deine Zellen, die Bausteine deines Körpers, nicht unter oxidativem Stress leiden müssen.

Ernähre dich gesund und ausgewogen, bewege dich ausreichend, lebe selbstbestimmt und mit Selbstverantwortung.

So wirst du ein gesundes Altern geniessen können.

Ganz nach dem Motto: „One apple a day keeps the doctor away!