12. Mai 2021

DMSO: dein ultimativer Ratgeber rund um Dimethylsulfoxid

Dimethylsulfoxid

DMSO (Dimethylsulfoxid) ist ein faszinierendes organisches Heilmittel. Seit langer Zeit ist es als kostengünstiges, natürliches und bewährtes Produkt auf dem Markt vertreten. Anwendungsmöglichkeiten gibt es unzählige und wird auch als Wunderwaffe bezeichnet.

Bei Schwellungen, Schmerzen und Entzündungen fördert DMSO den Heilungsprozess. Ebenso ist es ein ideales Hausmittel, um nach sportlichen Aktivitäten die Muskeln, Sehnen und Bänder zu mobilisieren. Wer sich und seiner Gesundheit etwas Gutes tun möchte, kann in diesem Ratgeber ein besseres Verständnis über den Wirkstoff DMSO bekommen!

Was ist DMSO?

DMSO (Dimethylsulfoxid) zählt zur Klasse der Sulfoxide und kommt überall in der Natur vor.

In der Luft, im Wasser und in den Böden ist diese Substanz zu finden. Es ist Bestandteil eines globalen Schwefelkreislaufs, der letztendlich von den Mikroorganismen in den Ozeanen ausgeht.

Dort wird die Grundsubstanz in Ihrer Stoffwechseltätigkeit produziert, die weiter überall auf der Erde oxidiert. Dadurch ist es der Natur möglich, essentielle Aminosäuren auf einem natürlich Weg zu bilden.

Da der Bedarf weltweit relativ hoch ist, reicht die natürliche Gewinnung jedoch nicht aus. Somit stellt die Industrie seit geraumer Zeit industrielles Lösungsmittel her. Die hochwirksame Lösung, ist eine natürliche sehr reine Schwefelverbindung die für pharmazeutische Zwecke eingesetzt wird.

Nicht zu vergessen ist zudem auch der Preis, schließlich ist das Heilmittel besonders preisgünstig zu erwerben. Daher hat sich der Wirkstoff nicht umsonst einen Namen gemacht und wirkt heilend sich bei vielen verschiedenen Krankheitsbeschwerden und Symptome aus.

Da dieses Sulfoxid sehr vielseitig einsetzbar ist, kommt es zunächst auf das richtige Konzentrat an. Schließlich sind nicht alle Flüssigkeiten auch für die gleichen Anwendungszwecke bestimmt. Auch die Anwendung sollte mit einem medizinischen Fachpersonal abgestimmt werden.

Struktur und Eigenschaften

Dimethylsulfoxid ist farblos, klar und erinnert an einen leichten Knoblauch- oder Zwiebelgeruch. Die Flüssigkeit lässt sich gut mit Wasser, Alkohol und auch vielen organischen Salzen gut vermischen.

DMSO ist zudem fettlöslich und findet deshalb auch in der Industrie Verwendung.

In unserer Leber wird das Lösungsmittel zu MSM metabolisiert.

Die besondere Eigenschaft ist das Eindringen in die Zellmembrane, was die Tür für weitere Wirkungen öffnet. Dadurch dient die Flüssigkeit durchaus dafür, um das Eindringen in die Haut für den eigentliche Wirkstoff zu ermöglichen oder zu intensivieren.

Wie wirkt DMSO?

Die Wirkung von DMSO ist umfassend. Neben der Schlepper-Eigenschaft besitzt Dimethylsulfoxid eine entzündungshemmende sowie abschwellende Wirkung.

Ferner kann es zur Geweberegeneration und Muskelentspannung beitragen. Daher lässt sich dieses Heilmittel sehr gut für die Regeneration nach dem Sport einsetzen.

Das Heilmittel geht rasch durch den Körper, da es mühelos die Zellmembranen überwindet. Zügiger und umfassender kann ein Wirkstoff kaum wirken. Allerdings verschwindet es fast genau so schnell wieder aus dem Organismus.

Bereits nach rund 120 Stunden ist DMSO in keiner der Körperzellen mehr angesiedelt und hat dennoch eine schnelle Wirkung hervorgerufen.

Folgend kommen wir auf die unterschiedlichen Wirkungsweisen von Dimethylsulfoxid.

DMSO gut bei Prellungen und Zerrungen

Die Wirkung von DMSO

Dieses organische Lösungsmittel ist unglaublich vielseitig und wurde in vielen wissenschaftlichen Studien positiv bewertet.

Diese heilungsfördernden Eigenschaften beinhalten:

  • Linderung chronischer und akuter Schmerzen
  • Wirkt entzündungshemmend/abschwellend (zB. bei Sehnenentzündung, stumpfe Verletzungen, Artritis, Rheuma)
  • gefäßerweiternd (fördert Durchblutung im Organismus, Verhinderung von Zellschädigung, bindet selektiv freie Radikale)
  • Förderung der Wundheilung (bei Verbrennungen, Erfrierungen, Narben, nach Operationen,Gewebeschäden)
  • Wirkt Muskelentspannend
  • Hemmung Cholinesterase (Enzyme)
  • Verminderung allergische Reaktionen
  • Bakteriostatisch
  • Beruhigend und Konzentration fördernd
  • Ausgleichende Wirkung auf das vegetative NervensystemParasympathikus
  • Regt die Selbstheilungskräfte im Körper an

DMSO als Kanalöffner (Schlepperfunktion)

DMSO ist bipolar und ist somit fett- und wasserlöslich. Salze, Extrakte aber auch Medikamente lassen sich darin auflösen.

Dimethylsulfoxid überwindet alle biologischen Membrane und erreicht Bereiche im Körper, die kaum für ein Heilmittel zugänglich sind.

Dimethylsulfoxid gilt daher als ein Kanalöffner und macht es möglich, dass andere Heilsubstanzen verbessert am Einsatzort wirken können. Auch eine Erhöhung der Bioverfügbarkeit wurde festgestellt.

In der Schulmedizin wird diese Funktion gerne genutzt, um die Dosierung anderer Substanzen geringer zu halten. Eine Art liposomales Verfahren, allerdings weniger kostspielig.

Das Auszugsmittel DMSO

DMSO lässt sich sehr gut als Aromaextraktion verwenden. Dabei können zum Beispiel wirksame Heilkräuterauszüge für die Hausapotheke hergestellt werden. Einige mögliche Mischungen werden folgend aufgelistet:

  • Brennessel Mischung
  • Birken Mischung
  • Fenchel Mischung
  • Hopfen Mischung
  • Baldrian Mischung
  • Kamille Mischung
  • Propolis Mischung

In Kombination mit einer DMSO Lösung wird die Wirksamkeit der Heilpflanzen um ein Vielfaches erhöht.

Einsatzgebiete in der Medizin

In der Medizin kommt häufig die Kombination mit dem Sulfoxid zur Geltung. Dabei wird besonders die transportierende Eigenschaft sehr geschätzt.

Ob blutdrucksenkende Medikamente, Chemotherapeutika oder Antirheumatika, die Palette ist breit gefächert. Andererseits besitzt das Heilmittel an sich ebenso gesundheitsfördernde Eigenschaften.

Es hemmt zum Beispiel den Wachstum von Bakterien und schützt das Gewebe vor Entzündungen.

Dimethylsulfoxid wird grundsätzlich in der Schmerztherapie eingesetzt und kommt dabei bei verschiedenen Erkrankungen zur Anwendung, die mit Schmerzen einhergehen.

Zudem wird das Mittel ebenso für die Behandlungen von Entzündungen eingesetzt. Ferner hat sich die Wirkung ebenso auch bei  bakteriellen Erkrankungen oder Virusinfektionen bewährt.

Ganz vorne mit dabei ist die Dermatologie, wenn es sich um den Einsatz von DMSO handelt.

Die äußere Anwendung auf der Haut hat sich bei vielen verschiedenen Hauterkrankungen bewährt. Das Heilmittel wirkt sich heilend auf Neurodermitis, Schuppenflechte, Akne, Wunden oder Gürtelrose aus und unterstützt aktiv den Heilungsprozess.

Im orthopädischen Sinne und der Rheumatologie hat sich das Lösungsmittel zum Beispiel bei Arthrose, Blockaden, Gelenk- und Sehnenerkrankungen oder Fersensporn bewiesen.

Das Heilmittel wirkt sich allgemein heilsam auf den gesamten Organismus aus und geht auch bei der Hals- Nasen und Ohrenkunde nicht spurlos vorbei. Ob bei Atemwegserkrankungen, Halsentzündungen oder Nervenschmerzen, das Lösungsmittel ist sehr vielseitig einsetzbar.

Andererseits trägt die Substanz auch bei der Linderung von einzelnen Symptomen bei. Zum Beispiel kann Dimethylsulfoxid Darmbeschwerden lindern, die von einer Infektion mit E.coli ausgelöst wurden.

DMSO kommt zum Beispiel bei folgenden Erkrankungen zum Einsatz:

  • Rheuma
  • Achillessehnenentzündung
  • Bänderriss
  • Blasenentzündung
  • Bandscheibenprobleme
  • Borreliose
  • Osteoporose
  • Arthrose
  • Gelenkentzündungen
  • Wunden
  • Akne
  • Allergien
  • Entzündungen im Körper
  • Magengeschwüre
  • Magen-Darm-Infektionen
  • Chemotherapeutische Nebenwirkungen
  • Demenz
  • Durchblutungsstörungen
  • Knochenbruch
  • Multiple Sklerose
  • Sonnenbrand
  • Infarkte
  • Tennisarm

In vielen Profisportarten wird der Wirkstoff DMSO hocheffizient für schnelle Heilungen und Regenerationen eingesetzt.

Bei Wunden

Zur äußerlichen Anwendung kommt DMSO vermehrt zum Einsatz. Es fördert die Wundheilung und wirkt Narbengewebe entgegen (kein pures Dimethylsulfoxid verwenden!).

Bei stumpfen Verletzungen

Stumpfe Verletzungen des Bewegungsapparates können mit DMSO in Kombination behandelt werden. Dabei wird das Mittel oder die Mischung auf dem betroffenen Körperbereich eingerieben. Andererseits ist dafür auch Dimethylsulfoxid als Auszugsmittel passend.

Bei Bandscheibenproblemen

Bandscheibenprobleme sind häufig mit Schmerzen verbunden, die den gesamten Bewegungsablauf beeinflussen. DMSO kann dabei Abhilfe schaffen und Schmerzzustände effektiv eindämmen.

Bei Allergien

Allergien sind manchmal besonders zäh und die Heilung ist häufig langwierig. Um den Heilungsprozess zu beschleunigen, hat sich das Lösungsmittel als Auszugsmittel bewährt.

DMSO unterstützt bei Wundheilung und Allergien

DMSO bei Demenz

Das Heilmittel kann bei Demenzerkrankung eingesetzt werden. Dabei fördert es die Durchblutung und stärkt das Gewebe. Nebenbei wirkt es sich positiv auf die Nerven aus. Diese Wirkungsweise kann sich positiv auf Demenz auswirken.

Bei Knochenbruch

Ebenso wie bei stumpfen Verletzungen, kann das organische Lösungsmittel zwar keine medizinische Behandlung ersetzen, allerdings den Heilungsprozess bei Knochenbrüchen unterstützen.

Bei Verbrennungen

Verbrennungen sind mit besonderer Vorsicht zu behandeln. Bei leichten Verbrennungen kann Dimethylsulfoxid als ergänzendes Heilmittel zum Einsatz kommen.

Bei Herpes

Eine große Bedeutung besitzt DMSO bei der Behandlung von Herpes-Infektionen.

Es erweist sich als ein schnelles, hochwirksames Mittel und lindert zügig die Symptome. Deshalb ist es häufig ein wichtiger Bestandteil von derartigen Arzneimitteln. Herpes ist häufig ein relativ zäher und unangenehmer Wegbegleiter. Da der Wirkstoff die Nachbildung von viraler DNA hemmt, wird die Heilung effektiv unterstützt.

Das Heilmittel ist ein wichtiger Bestandteil bei der therapeutischen Behandlung.

Bei Rheuma

In einer Studie konnte nachgewiesen werden, dass eine Wirksamkeit in der Therapie von Rheuma besteht.

Laut Forschungsergebnisse konnten nicht nur Schmerzen gelindert, sondern auch Entzündungen der Gelenke reduziert werden. Maßgeblich daran beteiligt ist eine 50 % Lösung Dimenthylsulfoxid.

Zum Beispiel verstärkt die Zugabe von DMSO die Wirkung von entzündungshemmenden und schmerzlindernden Eigenschaften.

Bei Magen- und Darmerkrankungen

Das vielseitig einsetzbare Heilmittel wirkt sich wohltuend bei Magen- und Darmerkrankungen aus.

Freie Radikale werden eingefangen, was einer schützenden und schmerzlindernden Funktion im Magen-Darmtrakt nachkommt. DMSO kann gezielt chronische Darmerkrankung hemmen und ein erneutes Auftreten der Beschwerden verhindern.

Daher gilt es als sehr gut wirksames Mittel der Prophylaxe.

Erstes Herantasten durch die Bauchnabel-Therapie

Der Bauchnabel ist ein Narbengewebe und auch oft ein potenzielles Störfeld. Auch ist der Bauchnabel in der chinesischen Medizin eine wichtige energetische Zone.

Hierbei tröpfelt man auf den Bauchnabel einige Tropfen (2 Tropfen Salzwasser + 2 Tropfen DMSO) ein.

Allgemeine Anwendungshinweise

Da es sich bei DMSO zwar um ein frei verkäufliches und hochwirksames Heilmittel handelt, sind dennoch besondere Vorgehensweisen zu beachten.

Zuerst muss sichergestellt werden, dass keine Erkrankung die Einnahme unmöglich macht. Sollte keine Gewissheit bestehen, hilft ein Gespräch mit dem behandelnden Arzt weiter.

Die Dosis erfolgt entsprechend der Packungsbeilage.

Dimethylsulfoxid Dosierung

Schwangeren und Mütter in der Stillzeit ist zu empfehlen, in dieser Zeit auf die Einnahme zu verzichten. Es liegen keine wissenschaftliche Langzeitstudien vor, welche die Einnahme als werdende Mutter oder in der Stillzeit untersucht haben.

Bei der Lagerung und Anwendung sollte DMSO nicht mit Kunststoff in Kontakt kommen. Einmalhandschuhe während der Behandlung sind optimal. Wird das Heilmittel äußerlich angewendet, dann sind durchaus leichte Hautirritationen möglich.

Diese äußern sich in einem Kribbeln, leichten Jucken oder Brennen auf der Haut. Wäscht man diese Hautpartien mit klarem Wasser ab, lassen die Hautreizungen direkt nach.

Die intensive, durchaus penetrante Geruchsentwicklung ist ein normaler Prozess. Dieser deutlich wahrnehmbare Geruch ist unbedenklich.

Wann sollte DMSO nicht angewendet werden?

Es gibt Risikogruppen, die von einer Dimethylsulfoxid Behandlung absehen sollten:

  • Wenn die Einnahme von Beruhigungsmitteln erfolgt
  • Wenn blutverdünnende Medikamente eingenommen werden
  • bei Neurodermitits
  • Bei Diabeteserkrankung
  • Schangere und Mütter in der Stillzeit
  • Bei Überempfindlichkeit von Dimethylsulfoxid
  • Bei Nierenleiden und entsprechender Einnahme von Medikamenten
  • Bei Lebererkrankung und entsprechender Einnahme von Medikamenten

Welche DMSO Produkte gibt es?

Es gibt viele verschiedene Produkte auf dem Markt, die frei verkäuflich in Drogerien, über das Internet oder der Apotheke erworben werden können.

Sie unterscheiden sich nicht nur preislich, sondern auch von den  Zusammensetzungen, der Anwendungsbereiche und der Darreichungsform.

Grundlegend sei gesagt, dass das Lösungsmittel immer die gleichen Eigenschaften besitzt, allerdings durch verschiedene Kombinationen gezielter wirkt.

DMSO Spray

Der Spray ist für die äußerliche Anwendung geeignet und wird direkt auf die Haut aufgesprüht.

Angewendet werden kann ein Spray bei Sportverletzungen, Prellungen, Krämpfen, Muskelkater oder auch Schnittwunden, Dehnungsstreifen und Akne.

Manchmal findet man einen solchen Spray in der modernen Hausapotheke, da dieser sehr leicht selber angewendet werden kann.

Auch nach Sportverletzungen kann DMSO eine positive Wirkung erzielen.

Der Spray ist ohne Rezept erhältlich und grundsätzlich frei von chemischen Zusätzen und Konservierungsstoffen. Hierbei kommt oftmals eine 60% Mischung zum Einsatz.

Gerne wird ein solcher Spray von Profi-Sportlern in den USA verwendet.

DMSO Creme

Eine DMSO Creme eignet sich ebenso ausschließlich für die äußerliche Anwendung und ist teilweise mit weiteren Wirkstoffen ergänzt.

Ob nach sportlicher Anstrengung oder bei etwaigen Gelenk- und Muskelschmerzen; die Creme lässt sich sehr gut in die Hautpartien einmassieren und beugt Muskelkater vor und wirkt sich wohltuend auf Beschwerden des Bewegungsapparates aus.

Um eine viskoses Präparat selber herzustellen, kann hierbei ein reines Aloe-Gel dienen. Im Mischverhältnis von 50:50 (Dimethylsulfoxid, Aloe-Gel) erhält man eine Creme, die hervorragend wirkt.

Creme-Mischungen sollten vor der Verwendung immer frisch angerührt werden, da diese nicht lange haltbar bleiben.

DMSO Flüssig

Die flüssige, orale Einnahme beschränkt sich nicht auf einen bestimmten Körperbereich. Somit gelangt die Substanz in den gesamten Organismus und kann dort die gesundheitsfördernden Eigenschaften entfalten.

Dabei ist auf das passende Mischverhältnis zu achten, die auf der Verpackung angegeben ist. Ideal ist es, die passende Menge an Flüssigkeit mit einem Glas Wasser zu verdünnen.

Hinweis: Wer DMSO ganzheitlich und nicht nur für eine bestimmte Körperregion verwenden möchte, dann ist die orale Einnahme ideal.

Zubehör für die Zubereitung einer DMSO Lösung

DMSO wird meist in einer Braunglasflasche ausgeliefert. Der Wirkstoff würde Nichtglasverpackungen (z.B. Plasik) zersetzen und die Bestandteile aufnehmen.

Weiterhin sollte auch die Dosierung in Glas- oder Keramikbehältern erfolgen, eine Tropfpipette ist eine geeignete Hilfe zur äußerlichen Anwendung einer Dimethylsulfoxid Lösung.

Wie wird DMSO gelagert?

Lagern lässt sich dieses Produkt optimal an einem trockenen Ort im Haus.

Ideal ist ein Vorrats- oder Medizinschrank. Direkte Sonneneinstrahlungen sind zu vermeiden. Kälte ist ebenso nicht passend, da das Mittel unter 18,5 Grad kristallisiert. In Kellerräumen oder im Kühlschrank ist die Lagerung nicht zu empfehlen. Hierbei gilt:

  • luftdicht
  • lichtgeschützt
  • Braunglasflasche
  • bei Raumtemperatur lagern
  • nicht in Plastikflaschen lagern, da sich die Giftstoffe von der Flasche lösen

Wie lange bleibt DMSO im Körper?

Die Verweilzeit von DMSO kann bis zu 36 Stunden anhalten und wird auf natürlichem Wege ausgeschieden. Der Körper lagert Dimethylsulfoxid nicht ein und verbleibt daher nur eine kurze Zeit im Organismus.

Nebenwirkungen bei der Anwendung auf der Haut

Sehr empfindliche Personen können eventuell leichte Hautreizungen und Allergien entwickeln, die aber nach Absetzen des Wirkstoffs von selbst wieder abklingen.

Wer die Dämpfe nicht einatmet und den direkten Kontakt mit dem Gesicht, den Augen und Atemwegen vermeidet, wird grundsätzlich mit keinerlei unerwünschten Nebenwirkungen rechnen müssen.

DMSO kaufen – was muss beachtet werden?

Hierbei sollte nur zertifizierte Pharmaqualität mit der Bezeichnung „Ph.Eur.“ gekauft werden, dabei handelt es sich um einen Reinheitsgrad von 99,9%.

Es gibt Mindestabgabemengen von 100 ml bis 1 l, um erste Versuche mit diesem Hausmittel zu machen.

Welcher Personenkreis sollte die Einnahme von DMSO mit dem Hausarzt besprechen?

Generell empfehlen wir vor Einnahme eines „zusätzlichen“ Wirkstoffes, den Arzt deines Vertrauen zu konsultieren um die Verträglichkeit und die Dosierung medizinisch abzuklären.

DMSO in der Tiermedizin

Das Tier kann auch von den überaus heilungsfördernden Eigenschaften von DMSO profitieren. Seit Jahrzenten wird das Heilmittel in der Tiermedizin erfolgreich angewendet.

Hierbei werden dieselben Dimethylsulfoxid Lösungen verwendet, die auch am Menschen wirksam sind.

Im Pferderennsport z.B. werden Sprunggelenk- und Bänderverletzungen behandelt.

Auch bei Mittelohrentzündungen, Durchfall oder Appetitlosigkeit kommt das Mittel erfolgreich zum Einsatz und bringt den Vierbeiner wieder zu Kraft und Lebensenergie.

Dimethylsulfoxid bei Tierkrankheiten

Wissenschaftliche Erkenntnisse von DMSO

Bereits in den 1960er Jahren, genauer vom 21. November 1967 bis zum 20 Februar 1968, wurde eine Langzeitstudie durchgeführt. Leiter der Studie war Richard Charles Lebo.

Zurückzuführen sind die Erkenntnisse auf die drei bis 30-fach höhere Dosis, die er als Forschungsgrundlage heranzog. Ebenso konnte einer der Entdecker, Robert Herschler, die Wirkung dieses Sulfoxids in Hinsicht auf die Toxizität erläutern.

Dennoch ist es noch ein relativ unbekanntes Mittel, welches häufig nur in Fachkreisen zur Sprache kommt. Jedoch nicht gar in dem Umfang, wie es sich so manche Wissenschaftler erhofft haben. Bislang sieht die FDA noch mit keinem sonderlich großen Interesse entgegen.

Die Aufmerksamkeit ist daher nicht überwältigend.

Eine toxische oder karzinogene Wirkung ist prinzipiell nicht gegeben. Dennoch steht das Mittel nicht gar so sehr im Rampenlicht der Heilmittel.

Wirksamkeit laut Studien

Der Wissenschaftler Stanley W. Jacob entdeckte bereits in den 1960er Jahren, wie schnell das organische Lösungsmittel wirkt. Er behandelte sieben Testpatienten, die unter einer Schleimbeutelentzündung im Schultergelenk litten.

Die Schmerzen und Einschränkungen waren bereits schon so stark, dass sie selbst bei alltäglichen Pflichtaufgaben wie das An- und Ausziehen von Kleidung auf fremde Hilfe angewiesen waren.

Dabei rieben die Ärzte die Schulter der Patienten mit Dimethylsulfoxid ein. Der Professor Stanley W. Jacob und Mediziner Edward E. Rosenbaum konnten eine unglaubliche Entdeckung machen, denn bereits nach kurze Zeit war eine Schmerzlinderung zu bemerken.

Es gelang bis hin zur Schmerzfreiheit des Schultergelenks der Patienten.

Der Grund der effektiven Wirkung gegen Schmerzzustände wurde 1978 genauer untersucht. An einer Studie der Cleveland Clinic Foundation nahmen über 200 Patienten teil. Die schmerzstillende Wirkung ist darauf zurückzuführen, dass DMSO durch eine Nervenblockade der schmerzleitenden, peripheren C-Fasern gelingt.

Deshalb kann bis dato eine rasche Schmerzlinderung festgestellt werden. Die Schmerzfreiheit kann bis zu sechs Stunden anhalten.

DMSO in der Kritik

Bereits zu früheren Zeiten stand der hochwirksame Wirkstoff im Fokus der Wissenschaft. Daraus kommt die fundierte geschichtliche Entwicklung hervor. Nachdem bei Tieren unerwünschte Folgen des Wirkstoffs zum Vorschein kamen, verlor auch die Forschung das Interesse daran.

Allerdings wurde diese Grundlage wieder aufgehoben und mit neuen, aktuellen Forschungsergebnissen abgewogen.

Das Heilmittel weist einige  Wirkungen in Kombination mit Medikamenten auf, welche die hochwirksamen Eigenschaften begründen. Nach wie vor ist Dimethylsulfoxid im Fokus der Forschung und wird heutzutage als effektives Mittel eingesetzt.

DMSO in Deutschland

In Deutschland konnten vorab keine Studien vorgelegt werden, welche die Wirksamkeit bestätigen. Im Jahre 1965 wurde die Zulassung beim Bundesgesundheitsamt beantragt, mit dem Verweis auf amerikanische Studien. Die Hinweise reichten aus und das die Substanz der Medikamente wurde zugelassen.

Die rasche Markteinführung kam jedoch genau so schnell wieder zum erliegen. Dieses geschieht im deutschsprachigen Raum ebenso aufgrund der Tatsache, dass bei Tests unerwünschte Nebenwirkungen festgestellt wurden. Das Oxid verschwand vom Markt und keiner mehr redete oder schrieb über den Nutzen.

Doch auch in Deutschland hielt dieser Zustand nicht lange an. Bereits als weitere Studien nachweisen konnten, dass die unerwünschten Nebenwirkungen nicht auf den Menschen zutreffen, rückte der Nutzen dieses Sulfoxids wieder vermehrt in den Vordergrund.

Bereits 1966 war es im Nachbarland Österreich, genauer in Wien, wieder im Fachgesprächen präsent. Dort hieß es, dass dieses Heilmittel zumindest für die Behandlung von traumatologischen Erkrankungen und Entzündungen sowie bei chronischen Erkrankungen der Gelenke positive Erfolge erzielt.

Im Jahre 1982 wurde Dimethylsulfoxid wieder auf dem deutschen Markt eingeführt. Das erste Produkt nach der Wiedereinführung war die Sportsalbe mit dem Namen Dolobene des Pharmaunternehmens Merckle.

Die relativ niedrige Dosis von nur rund 15 Prozent war zu dieser Zeit dennoch eine Besonderheit auf dem Markt. Weitere Salben, zum Beispiel gegen Herpes, folgten. Es kamen ebenso Medikamente in die Apotheken, die DMSO als Wirkstoff beinhalteten.

DMSO Geschichte vor der Entdeckung

Entdeckt wurde die Substanz bereits schon im Jahre 1866. Der russische Wissenschaftler Alexander Saytzeff war bereits aufmerksam auf diese ölige, farblose und geruchsintensive Substanz geworden und erkannte schon zu dieser Zeit den Nutzwert der Lösung.

Bereits zur damaligen Zeit wurde Dimethylsulfoxid sehr gerne in Laboratorien als Lösungsmittel und Farbverdünner oder Frostschutz eingesetzt.

Das Lösungsmittel war allerdings als Heilmittel in den 1860er Jahren noch gänzlich unbekannt und hielt sich rund 80 Jahre auf diesem Standpunkt. Viele Jahre später, in den 1960er Jahren, waren amerikanische Forscher dabei, diverse Aufbewahrungsflüssigkeiten von Transplantationsgewebe zu untersuchen.

Dabei entdeckten sie, dass Flüssigkeiten mit DMSO die Zellen stabilisieren und eine regenerierende Wirkung zeigten. Dadurch kam es schnell dazu, dass Dimethylsulfoxid ein neues Forschungsfeld eröffnete.

Wann kam die Entdeckung als Medikament?

Im Jahr 1964 wurde die medizinische Wirksamkeit entdeckt. Stanley Jacob berichtete davon, dass DMSO besonders leicht in die Haut eindringt. Ferner transportiert es durch biologische Membrane kleine Moleküle.

Seit diesem Zeitpunkt ist das Lösungsmittel im Visier und stellte sich bei diversen Publikationen im wieder unter Beweis. Allerdings legte die amerikanische Food and Drug Administation (FDA) klinische Studien kurzzeitig auf Eis, da dass Lösungsmittel Veränderungen des Refraktionsindex der Linse in den Augen der Versuchstiere verursacht hatte.

15 Jahre später wurde die behördliche Einschränkung jedoch wieder aufgehoben. Auch wenn prinzipiell die Anzahl der Studien relativ gering ist, gewinnt Dimethylsulfoxid immer mehr Interesse und Anerkennung bei der Behandlung von verschiedenen akuten und chronischen Erkrankungen.

Zum heutigen Zeitpunkt ist das Heilmittel für die Behandlung interstiteller Zystitis (chronische Entzündung der Blasenwandschicht) zugelassen, was zudem die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA bestätigt hat. Für die Behandlung wird zum Beispiel eine Lösung zur Hälfte des Heilmittels in der Harnblase verabreicht. Dieses Beispiel zeigt, dass DMSO nachweisliche eine Wirkung besitzt, die in vielerlei Hinsicht zur Gesundheit beitragen kann.DMSO Handbuch und Praxisbuch

Wer sich einmal weitere Infos über die Wirkung des DMSO einholen möchte, kann sich in die Literatur einlesen und weitere Hintergründe erfahren. Daraus geht zudem eher hervor, ob die Einnahme dieses etwas umstrittenen Mittels eine sinnvolle Tat ist. Es hängt nämlich durchaus auch vom allgemeinen Gesundheitszustand eines jeden Menschen ab.

Ein informatives Buch auf dem Markt wäre zum Beispiel die Fachliteratur von Hartmut Fischer. Dieses Werk ist besonders umfangreich und klärt Unverständlichkeiten über das Thema Dimethylsulfoxid auf. Hartmut Fischer ist Heilpraktiker und hat sich bereits intensiv mit der Materie befasst.

Ein weitere Fachbuch zum Thema hat Dr. Morton Walker verfasst. Darin geht es darum, wie Schmerzen mit dem Mittel gelindert werden können. Leser tauchen darin ein, die Wirkung der Substanz zu verstehen und die Anwendung richtig umzusetzen. Neben zahlreichen Fallgeschichten geht der Autor auf die wissenschaftlichen Aspekte ein. Diese Literatur ist sowohl für den Beginner als auch Könner geeignet und lehrt intensives Wissen im Bezug auf die Thematik.

Hinweis: Selbstverständlich steht jedem Leser frei, sich seine eigene Meinung über das Thema DMSO zu bilden. Erweiterte medizinische Fachkenntnisse setzen die Bücher nicht voraus.

Fazit

Im Allgemeinen ist DMSO ein relativ unbekanntes Heilmittel, welches jedoch eine effektive Wirksamkeit besitzt. Wer sich damit anfreunden kann, wird sich ein wohltuendes Heilmittel nach Hause holen. Allerdings nur dann, wenn die gesundheitlichen Aspekte nicht dagegen sprechen. Die Einnahme soll weder belasten, noch Unverträglichkeiten hervorrufen. Nur dann ist Dimethylsulfoxid auch wirklich sinnvoll.

Vorteilhaft ist, dass das Sulfoxid wissenschaftlich untersucht wurde und es bereits einige Studien vorliegen. Somit können sich Interessierte sehr gut an den wissenschaftlichen Erkenntnissen orientieren und sich demnach für oder gegen DMSO entscheiden.

Die gesundheitsfördernden Eigenschaften sind vorhanden, wenn auch von der Pharmaindustrie noch nicht gar so sehr im Fokus.

Im Ganzen sind die Studien viel wert. Darin ist die Wirkung eindeutig nachgewiesen. Wer allerdings lieber auf altbewährte Heilmittel setzt, ist eventuell mit allzeit beliebten Methoden besser bedient.

Empfehlenswert ist, sich vorab zu informieren und Literatur darüber zu lesen. Fachbezogene Zeilen liefern aufschlussreiche Fakten über dieses wirksame Heilmittel.


Hinweis:
Es ist uns ein Anliegen, unseren Lesern informative Inhalte anbieten zu können. Doch ist zu beachten, dass es sich hierbei lediglich um eine Informationsweitergabe handelt und keine konkrete Handlungsempfehlung. Unsere Artikel ersetzen keinen Arztbesuch. Grundsätzlich empfehlen wir vor der Einnahme von neuen Produkten, die Abklärung durch medizinisches Fachpersonal. (Bitte beachten Sie auch unsere Hinweise zu medizinischen Inhalten)